Keine Liga 1, 18.02.08
Grafenau. Der TV Wünschmichelbach hat auch im zweiten Anlauf die Rückkehr in die 1.Faustball-Bundesliga nicht gepackt. Anders als auf dem Feld, lieferten die Mannen vom Bärsbacher Weg in Grafenau aber über weite Strecken sehr gute Leistungen ab und verkauften sich mehr als teuer. Gegen den TV Öschelbronn und den TSV Grafenau unterlagen die Wünschmichelbacher um Spielertrainer Bernd Ruschka unglücklich mit jeweils 2:3 Sätzen. Die Partie gegen den MTV Rosenheim ging mit 1:3 an die Bayern.Hauptursache war unglaubliches Verletzungspech. Hauptangreifer Armin Held fiel bereits im ersten Spiel nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Patrick Schmidt mit einer schweren Knieverletzung aus und muss um das Fortsetzen seiner Faustballkarriere bangen. Und auch Patrick Schmidt war nach dieser Aktion stark angeschlagen, so dass Wünschmichelbach am zweiten Tag mit Spielertrainer Bernd Ruschka auf Hauptschlag und Schmidt auf Zweitschlag spielen musste.Unter diesen Umständen saß die Enttäuschung über den Nichtaufstieg nicht so tief. "Wir haben super gekämpft. Alle Mannschaftsteile haben gut gespielt. Wir können uns gar nichts vorwerfen", war Ruschka mit der Leistung des Teams zufrieden.Im wegweisenden Spiel gegen den Ligakonkurrenten TV Öschelbronn, den die Ruschka-Schützlinge im Verlauf der Runde zweimal relativ deutlich schlagen konnten, prallten die beiden Schlagmänner Armin Held und Patrick Schmidt beim Stand von 11:8 und 2:0 im zweiten Satz so unglücklich zusammen, dass Schmidt raus musste und Held nur unter großen Schmerzen im Knie weiterspielen konnte. So verlor Wünschmichelbach 7:11, kam aber unter Aufbietung aller Kräfte wieder zurück und gewann Durchgang drei mit 11:8. Durch eine Fehlentscheidung zu Ungunsten der Odenwälder bei 6:3 Führung Satz 4 ließ man sich aus dem Konzept bringen und Öschelbronn drehte die Partie noch mit 7:11 und 6:11. Dabei probierte der TVW im 5. Satz alles und brachte mit Christoph Köhler einen frischen Schlagmann. "Vielleicht haben wir zu spät gewechselt", gab sich Zuspieler Christian Spiegel selbstkritisch."Wir haben uns trotz der Ausfälle viel besser verkauft als noch auf den Aufstiegsspielen im Feld", gingen Spiegel und seine Mitstreiter zuversichtlich ins Spiel gegen Aufstiegsfavorit Rosenheim, der sein Auftaktspiel gegen Grafenau aber auch 1:3 verlor. Satz eins gewann Wünschmichelbach 11:8. Danach steigerte sich Rosenheim um Kaderspieler Steve Schmutzler auf Schlag und verwies die tapfer kämpfenden Wünschmichelbacher mit 6:11, 7:11 und 2:11 in die Schranken. Damit sanken die Aufstiegschancen auf null.Dennoch zeigten die ersatzgeschwächten Wünschmichelbacher gegen Gastgeber TSV Grafenau im Hexenkessel Wiesengrundhalle tolle Moral und eine erstklassige Leistung. Nach 8:11 und 7:11 kamen die Odenwälder zurück und gewannen die folgenden Sätze mit 11:7 und 11:8. Im entscheidenden 5. Satz hatten die Gastgeber unter Anfeuerung von 500 stimmgewaltigen Zuschauern mehr zuzusetzen und gewannen 7:11. Damit steigt Grafenau neben Rosenheim in die 1. Bundesliga auf.
Endtabelle:1. MTV Rosenheim 4:2 Punkte/7:4 Sätze, 2. TSV Grafenau 4:2/8:6, 3. TV Öschelbronn 4:2/6:7, 4. TV Wünschmichelbach 0:6/5:9
TVW: Armin Held, Patrick Schmidt, Christoph Köhler, Bernd Ruschka, Stephan Fath, Guido Müller, Christian Spiegel, Ingo Somberg, Jürgen Seib, Martin Köhler
-
Wünschmichelbach vor Rückkehr in die 1. Bundesliga?
-
Die Hallensaison verlief bislang hervorragend für die Faustballer des TV Wünschmichelbach. Mit 30:2 Punkten gelang ihnen ein regelrechter Durchmarsch in der 2. Bundesliga. Als Meister qualifizierten sie sich für die Aufstiegsspiele in Grafenau. Und dort wollen die Mannen um Spielertrainer Bernd Ruschka am Wochenende die Rückkehr in das Faustball-Oberhaus perfekt machen. Dass dies alles andere als einfach ist und Aufstiegsspiele keine Selbstläufer sind, sondern eine gewisse Eigendynamik durchleben, erfuhren die Wünschmichelbacher in der Feldrunde am eigenen Leib. Auf heimischer Anlage scheiterten sie gegen die starke Konkurrenz aus Süddeutschland. Diese wird auch am Samstag und Sonntag der Maßstab sein. „Topfavorit ist sicherlich der MTV Rosenheim, aber auch die junge Mannschaft von Gastgeber Grafenau sowie Öschelbronn dürfen wir nicht unterschätzen“, weiß Zuspieler Christian Spiegel, dass jedes Spiel zu einem Endspiel wird.
Vorentscheidend ist sicherlich das Eröffnungsspiel gegen den TV Öschelbronn. In der Runde bezwangen die Wünschmichelbacher diesen Gegner zweimal relativ deutlich. Dennoch dürfen die Ruschka-Schützlinge die Kirnbachtäler auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. „Ein Sieg würde uns Rückenwind geben und wäre ein optimaler Auftakt für die schweren Spiele am Sonntag“, hofft Spiegel, dass das Team an die gute Form aus der Vorrunde anknüpfen kann. „Wenn wir alle am Optimum spielen und unser Potenzial abrufen, sind wir nur schwer zu knacken“, geht auch Spielertrainer Bernd Ruschka optimistisch in die Aufstiegsspiele. Unsicherheitsfaktor ist allerdings die Trainingsproblematik. „Zwei Schlagleute kommen von weiter her und so konnten wir nur selten komplett trainieren. Aber wir sind erfahren genug, dass es dennoch klappen müsste“, ist Ruschka überzeugt, dass das Team in den entscheidenden Situationen 100 Prozent abrufen kann. Als Topfavorit gilt der MTV Rosenheim. Die Oberbayern besitzen mit Steve Schmutzler einen exzellenten Schlagmann, der im erweiterten Kader der Nationalmannschaft steht. Das eindrucksvolle Auftreten der Rosenheimer in der Feldrunde ist allen Wünschmichelbachern noch in Erinnerung. Allerdings hatte der MTV in der Halle doch unerwartet einige Probleme. Erst am letzten Spieltag qualifizierte er sich für die Aufstiegsrunde. Das Team aus Oberbayern besitzt allerdings die Fähigkeit, sich auf den Punkt zu konzentrieren und Topleistungen abzurufen. Wenn bei Wünschmichelbach jedoch das Zuspiel passt und auch die Schlagmänner Armin Held, Patrick Schmidt und Christoph Köhler ihr Potenzial abrufen können, sind die Odenwälder durchaus in der Lage, dem Favoriten ein Bein zu stellen. In der letzten und wohl entscheidenden Partie treffen sie am Sonntag auf den TSV Grafenau. Die junge Truppe von Trainer Karl Katz wurde überraschend Meister der 2. Bundesliga Süd. Die Altersstruktur ist ähnlich wie bei Öschelbronn; der älteste Spieler der Schwaben ist gerade einmal 27 Jahre alt. Für Wünschmichelbach spricht dagegen die Routine. „Auch dieses Spiel wird ein hartes Stück Arbeit“, ahnt Spiegel, dass die Aufstiegsspiele wohl bis zum letzten Ballwechsel spannend bleiben werden. Für den Faustball in der Region wäre ein Aufstieg der Wünschmichelbacher in die 1. Bundesliga sicherlich eine tolle Sache.
-
Der TVW hat sich als Meister in der 2. BL West schon vor Wochen für die Aufstiegsspiele am 16. und 17. Februar qualifiziert und fährt als Mitfavorit ins schwäbische Grafenau. Das Teilnehmerfeld ist recht ausgeglichen, eine Prognose daher nur schwer abzugeben.
Nachfolgend unsere Gegner im Bild und eine kurze Einschätzung zu den Spielen:
Sa., 16.02.08, Durchgang 2, TV Öschelbronn vs. TV Wünschmichelbach, ca. 15.30 Uhr
-

Das Team vom TV Öschelbronn wurde im Laufe der der Runde zweimal vom TVW bezwungen, die Kirnbachtäler werden bei den Aufstiegsspielen aber alles daran setzen, diese Scharte auszuwetzen. Das vor der Runde ausgegebene Saisonziel der jungen Truppe von Trainer Alexander Schäfer lautete „Aufstieg“. Bleibt abzuwarten, ob sich der West-Zweite im starken Teilnehmerfeld durchsetzt.
Der TVW wird hochmotiviert und konzentriert zur Sache gehen, um sich einen optimale Ausgangsposition für den weiteren Verlauf der Spiele zu sichern.
-
So., 17.02.08, Durchgang 1, MTV Rosenheim vs. TV Wünschmichelbach, 11.00 Uhr
-

Der MTV Rosenheim hat die Position des Top-Favoriten inne. Die Oberbayern haben in der Feldsaison mit ihrem Sieg bei den Aufstiegsspielen zur 1. BL in Wünschmichelbach eindrucksvoll unter Beweis gestellt, das mit ihnen auch in der Halle zu rechnen ist. Mit dem in den erweiterten Nationalkader berufenen Steve Schmutzler im Angriff besitzen unsere Freunde vom MTV einen äußerst schlagkräftigen Spieler in ihren Reihen. Auch die Abwehr um Routinier und Zuspieler Lothar Kiermeier steht sehr kompakt und wird im Kampf um den Aufstieg sicherlich ein Wörtchen mitreden.
Gegen den MTV gab es in der Vergangenheit immer recht umkämpfte Spiele. Wenn der TVW einen guten Start erwischt, rechnet man sich auch gegen den MTV Chancen aus.
-
So., 17.02.08, Durchgang 4, TSV Grafenau vs. TV Wünschmichelbach, ca. 15 Uhr

In der letzten Partie der Aufstiegsspiele trifft der TVW auf das "Überraschungsteam" und den Gastgeber vom TSV Grafenau. Die Schwaben haben sich als Aufsteiger in ihrer ersten Zweitligasaison auf Anhieb als Meister in der Südstaffel für die Spiele qualifiziert und landeten unter anderem auch gegen die favorisierten Rosenheimer einen Sieg. Die Mannschaft von Trainer Karl Katz ist sehr ausgeglichen besetzt und daher nur schwer auszurechnen.
Beim letztjährigen Turnier um den Odenwald-Wanderpokal in Wünschmichelbach wurde der TSV im Spiel um Platz 3 nach hartem Kampf besiegt. Ein Plus in diesem Spiel ist vielleicht die größere Erfahrung vom Team um Spielertrainer Bernd Ruschka. Mit dem eigenen Publikum im Rücken ist Grafenau sicherlich ein ernstzunehmender Gegner und darf keinesfalls unterschätzt werden.